
Einige von euch kennen sie schon, zumindest zum ersten Teil. Vor gut einer Woche ist auch der zweite Abschnitt fertig geworden, und damit sind nun zwei Drittel der insgesamt anderthalb Meilen langen High Line "open to the public".
Der Park auf Stelzen entstand aus dem Überrest einer hochgelegten Bahnlinie der New York Central and Hudson River Railroad. In den 1930er Jahren, als die Lower West Side Industriegebiet war und im Meatpacking District tatsächlich noch tiefgefrorene Truthähne, Rinder- und Schweinehälften verladen wurden, wollte man mit der Hochbahn die gefährlichen Güterzüge von der Straße holen. Die Gleise führten mitten durch die Fabrikgebäude hindurch - so war das Be- und Entladen der Züge einfacher, und auf den Avenues sparte man sich verkehrsbehindernde Stelzen. 50 Jahre später war es vorbei mit Produktion und Warenverkehr, und so gammelte fortan auch die High Line ungenutzt vor sich hin.
Dank lokaler Bürgerinitiativen wurde der "Schandfleck" dann aber doch nicht abgerissen, um Platz für Hochhäuser zu schaffen. Mitte der 1980er Jahre sollte zunächst der Bahnverkehr auf der High Line wiederbelebt werden (was nicht gelang); in den neunziger Jahren wuchs dann bereits ausreichend dichtes Unkraut auf den Gleisen, um den Gedanken eines Hochparks nahezulegen.
Dank lokaler Bürgerinitiativen wurde der "Schandfleck" dann aber doch nicht abgerissen, um Platz für Hochhäuser zu schaffen. Mitte der 1980er Jahre sollte zunächst der Bahnverkehr auf der High Line wiederbelebt werden (was nicht gelang); in den neunziger Jahren wuchs dann bereits ausreichend dichtes Unkraut auf den Gleisen, um den Gedanken eines Hochparks nahezulegen.
Ironie der Geschichte: Am Ende stehen die "developer" trotzdem als Hauptgewinner da. Denn der Erfolg der High Line hat in der Gegend – wie sollte es anders sein in Manhattan – auch die Immobilienpreise in die Höhe geschafft. Genauer kostet eine Wohnung dort jetzt doppelt so viel wie vor der Eröffnung des ersten Parkabschnitts vor zwei Jahren. Manch ein Mitstreiter der ersten Stunde wird sich das Leben an der High Line wohl bald nicht mehr leisten können.
Man sollte ihnen ein Denkmal setzen - oder, besser noch, subventionierte Wohnungen mit bester "vista" stellen!
Man sollte ihnen ein Denkmal setzen - oder, besser noch, subventionierte Wohnungen mit bester "vista" stellen!


































Hudson River Park und das künftige WTC1, vormals Freedom Tower





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