Montag, 21. Februar 2011

American Icon, Made in Germany



Scarletts Mom konnte sich später nicht mehr genau erinnern, ob sich Scarlett (4) oder Mom (40) zuerst in diesen "fabulous birthday cake" verguckt hatte.





Er war sehr süß, sehr pink & purple (auch die Cremefüllung).

Wer mag da noch an Barbies teutonische Vergangenheit denken? Allenfalls ein Spielverderber vom öffentlichen Radiosender Studio 360, der sich in der Serie "American Icons" fragt:

"How did a German streetwalker become the All-American girl?"

Mo-ment! Unsere Bild-Lilli eine Bordsteinschwalbe?!

Aber so ist der Amerikaner. Kupfert erst die deutsche Puppe ab, tauft sie notdürftig in Barbie um, sichert sich das Produktionsmonopol und scheffelt Millionen damit – und dann diskreditiert er das schöne Vorbild schlicht als "sexy novelty item sold to German men".

Also – dass die Bild-Lilli-Puppe nicht übermäßig zum sex toy taugt, sieht doch jeder. Zu klein, und noch härteres Plastik als Barbie.

Trotzdem hat der amerikanische Rundfunk-Mensch nicht ganz unrecht, wenn er behauptet, die Bild-Lilli habe man zuerst an deutsche Männer verkauft (und nicht an kleine Mädchen): Das Vorbild des Barbie-Vorbilds nämlich, die zweidimensionale Bild-Lilli aus der Bild-Zeitung der 50er Jahre, würde man in den USA noch heute garantiert als jugendgefährdend einstufen. So haben die Amerikaner eben nur die kleine Puppe in ihre Gewalt gebracht und die große Comic-Blondine verschmäht.

Im deutschen Wirtschaftswunderland war aber gerade die ein Bombenerfolg. Je kesser, desto besser – z.B. "Lilli zu einem Polizisten am Strand: 'Zweiteilige Badeanzüge sind verboten? Na gut, welchen Teil soll ich ausziehen?'"

Deutscher Herrenwitz vs. All-American Barbie Tart. Take your pick!

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