Donnerstag, 17. Februar 2011

Aufgetau(ch)t


Da ist sie wieder, unsere iglubauende, im Januar schneeverschüttete Pflanzkelle!

66 Grad Fahrenheit und 19 Grad Celsius zeigte das transatlantische Thermometer am Küchenfenster heute nachmittag. Ein Kurzfrühling, bevor es Anfang nächster Woche wieder schneeregnet.

Ebenfalls wieder aufgetaucht: Hot Pants, Spaghettiträgertops, Flipflops, zahlreich zu bewundern auf Princetons Flaniermeilen und Campuswegen. (Der gestählte männliche Amerikaner trägt ohnehin das ganze Jahr lang Shorts und Sandalen ohne Socken. Besonders dann, wenn er aus Wisconsin stammt.)

Vereinzelt schon zu sehen: Barfussläufer. Das ist der neueste Trend fürs Joggen, seit eine Studie
in Nature vor rund einem Jahr das Rennen ohne Schuhe für tendentiell gesünder erklärt hat. Vergesst durchgefederte Sneakers, Gelsohlen und Luftkissenkonstruktionen – die Füße wollen Erdung! Hat man Angst vor/genug von Glassplittern in den Fußsohlen oder Streusalz-Verätzungen zwischen den Zehen, steht schon die Sportschuhindustrie mit neuen Designs bereit: Vibrams "FiveFingers" zum Beispiel – blau für Jungs, pink für Mädels. Oder schwarz-grau für die harten Kerle.

Zum Glück kann ich ja davon ausgehen, dass früher oder später eine neue, bahnbrechende Studie meine guten alten Joggingschuhe wieder zur sine qua non allen gesunden Laufens erklären wird. Das ist beinahe so sicher, wie der richtige Frühling irgendwann doch wieder den Winter ablösen wird...

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